8 Modelle im Vergleich

Fahrrad-Standpumpen im Test (Modelle 2021)

Jeder Radler braucht zumindest eine Luftpumpe – besser zwei. Neben einer Minipumpe für unterwegs empfiehlt es sich, auch eine Standluftpumpe für Zuhause zu besitzen. BIKE BILD hat acht Fahrrad-Standpumpen getestet. Mit diesen Fahrradpumpen geht Ihnen so schnell nicht die Luft aus.

Datum:

Mit einer Standpumpe bekommen Radler schnell wieder ausreichend Luft in den Reifen gefüllt.

BIKE BILD hat mit großem Aufwand 8 aktuelle Fahrrad-Standpumpen getestet. Das günstigste Modell startet bei 22,95 Euro, maximal zahlt man 99,95 Euro. Den Testsieg konnten sich die Luftpumpe Lezyne Steel Floor Drive (54,95 Euro) ergattern. Für das besonders gute Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir die Topeak JoeBlow Sport III (39,95 Euro) ausgezeichnet.

Fahrrad-Standpumpen: Schneller Pitstop

Ohne Luft im Reifen rollt das Fahrrad schlecht. Deshalb muss regelmäßig zur Luftpumpe gegriffen werden. Wir betrachten in unserem Test die großen Standpumpen für zu Hause.
Eine Standluftpumpe gehört in jeden Haushalt. Mit ihnen ist das Aufpumpen schmaler, aber auch voluminöser Reifen eine Leichtigkeit. Normalerweise sind sie mit einem Manometer ausgestattet, damit erkenntlich ist, welcher Druck bereits im Reifen herrscht.
Im Test haben wir festgestellt, dass nicht jedes Manometer genau misst. City-Biker dürften kleine Druckdifferenzen nicht besonders interessieren, für Mountainbiker hingegen können genaue Werte durchaus wichtig sein. Wer aber nach dem Motto „Hauptsache Luft“ fährt, der wird selbst mit dem preisgünstigsten getesteten Modell zufrieden sein.

8 Fahrrad-Standpumpen im Test

Fahrrad-Standpumpe im Test: Blackburn Core 3

Blackburn Core 3: Solider Allrounder

Fazit: Eine grundsolide Standpumpe mit leichten Schwächen beim Manometer.
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Wertung: 15 von 20 Punkten
Note: gut
Preis: 70 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Lezyne Steel Floor Drive

Lezyne Steel Floor Drive: Schicker Alleskönner

Fazit: Robust, zuverlässig und gut ablesbar – Testsieger!
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Wertung: 18,5 von 20 Punkten, Note: sehr gut
Preis: 54,95 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Pro Floor Pump Team Aluminium

Pro Floor Pump Team Aluminium: Echtes Understatement

Fazit: Komplett aus Aluminium – auf diese wertige Pumpe kann man sich verlassen.
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Wertung: 18 von 20 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 99,95 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Red Cycling Big Air Master

Red Cycling Big Air Master: Gelungenes Multitalent

Fazit: Hochwertig ausgestattet, das Manometer könnte jedoch größer sein.
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Wertung: 16 von 20 Punkten, Note: gut
Preis: 59,99 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Rose Druckmacher GF 56

Rose Druckmacher GF 56: Günstiger Druckmacher

Fazit: Das günstigste Modell im Test spart in erster Linie bei den Materialkosten.
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Wertung: 12 von 20 Punkten, Note: befriedigend
Preis: 22,95 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: SKS Airworx 10.0

SKS Airworx 10.0: Keine Luftnummer

Fazit: Empfehlenswerte Standpumpe, die ab 5 Bar schwächelt.
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Wertung: 15,5 von 20 Punkten, Note: gut
Preis: 42,99 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Topeak JoeBlow Sport III

Topeak JoeBlow Sport III: Gelber Generalist

Fazit: Die Fahrradpumpe aus Stahl zeigt keine Schwächen – Preis-Leistungs-Sieger!
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Wertung: 18 von 20 Punkten, Note: sehr gut
Preis: 39,95 Euro

Fahrrad-Standpumpe im Test: Zefal Profil MAX FP60

Zefal Profil MAX FP60: Schwacher Schönling

Fazit: Optisch ansprechend, aber mit enttäuschendem Manometer und Zweifeln bezüglich der Wertigkeit.
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Wertung: 11 von 20 Punkten, Note: befriedigend
Preis: 49,95 Euro

8 Fahrrad-Standpumpen im Test – Übersicht

Ranking

Modell

Preis

Punkte

Wertung

Kaufen

Platz 1 (Test-Sieger)

Lezyne Steel Floor Drive

54,95 Euro

18,5/20

sehr gut

Amazon

Platz 2

Pro Floor Pump Team Aluminium

99,95 Euro

18/20

sehr gut

Amazon

Platz 2 (Preis-Leistungs-Sieger)

Topeak JoeBlow Sport III

39,95 Euro

18/20

sehr gut

Amazon

Platz 4

Red Cycling Big Air Master

59,99 Euro

16/20

gut

Amazon

Platz 5

SKS Airworx 10.0

42,99 Euro

15,5/20

gut

Website

Platz 6

Blackburn Core 3

70 Euro

15/20

gut

Amazon

Platz 7

Rose Druckmacher GF 56

22,95 Euro

12/20

befriedigend

Website

Platz 8

Zefal Profil MAX FP60

49,95 Euro

11/20

befriedigend

Amazon

So haben wir die Standpumpen getestet

Standluftpumpen sollen lange halten. Im Punkt Wertigkeit haben wir deshalb bei viel Plastik, störenden Geräuschen oder mangelhafter Funktion Punkte abgezogen.
Damit schnell viel Luft in den Reifen gelangt, ist das Hubvolumen wichtig. Das haben wir an einem 28-Zoll-Reifen mit 40 Millimeter Breite getestet. Waren drei Bar nach nur 18 Pumphüben erreicht, haben wir 5 Sterne vergeben, bei 30 Hüben waren es nur noch drei Sterne.
In der Handhabung gab es Abzug für mangelnde Ergonomie und kippeligen Stand. Mussten Pumpköpfe aufs Ventil geschraubt werden, haben wir 0,5 Sterne abgezogen, da dies deutlich aufwändiger als das Stecken ist. Beim Manometer haben wir Punkte abgezogen, wenn es schlecht ablesbar, nicht fein abgestuft oder gar ungenau war.
Die Noten ergeben sich wie folgt:
  • 20-16,5 = sehr gut, 16-12,5 = gut, 12-8,5 = befriedigend, 8-4,5 = ausreichend, 4-0 = mangelhaft
  • Preis-Leistungs-Sieger wird, wer wenigstens „gut“ abschneidet und den niedrigsten Preis pro Stern erzielt.

Das müssen Sie über Fahrrad-Standpumpen wissen

Wie viel Bar benötige ich?

Wie viel Luft in etwa in die Reifen gehört, zeigt die Beschriftung auf der Seitenflanke. Generell gilt: Geringer Druck macht das Fahren komfortabler und erhöht die Bodenhaftung, die auf nassem oder weichem Untergrund wichtig ist. Bei geringem Druck besteht aber die Gefahr, dass der Reifen an Bordsteinen oder Wurzeln durchschlägt. Den resultierenden sogenannten Schlangenbiss erkennt man an zwei kleinen, nebeneinanderliegenden Schnitten im Schlauch.
Viel Druck – also eine hohe Barzahl – macht schnell? Nicht unbedingt. Da der Untergrund selbst auf Asphalt nicht komplett eben ist, wird man durch die vielen kleinen Schläge und Hüpfer ausgebremst. Nicht ganz so prall gefüllte Reifen gleiten über diese kleinen Hindernisse hinweg.
Eine Formel für die richtige Barzahl gibt es nicht. Je breiter der Reifen, desto weniger Druck wird benötigt. Mountainbikefahrer kommen teils mit weniger als zwei Bar aus, Rennradfahrer setzen meist auf mehr als fünf. Schwere Fahrer benötigen mehr Bar. Der richtige Druck muss somit individuell gefunden werden.
Svenja Schrade

von Svenja Schrade

BIKE-BILD-Redakteurin Svenja Schrade ist begeisterte Radfahrerin und Bikepackerin – meistens unterwegs auf dem Gravelbike. Sie fühlt sich aber auf fast allen Zweirädern wohl.