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Hammerhead Karoo 2 im Test

Fast wie ein Smartphone: Der Hammerhead Karoo 2 kommt mit Android-basiertem Betriebssystem daher. Der GPS-Fahrradcomputer glänzt mit ausgezeichneter Routenführung und -darstellung.

Datum:

Der Karoo ist ausgestattet mit einem Top-Display, dem nur eine automatische Helligkeitsregelung fehlt.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Wer mit Android vertraut ist, dürfte mit dem Hammerhead Karoo 2 gut zurecht finden. Dass das Modell vergleichsweise wenig Funktionen bietet, gleicht es mit einer überzeugenden und zuverlässigen Streckenführung aus.

Pro

  • schnelles System
  • gute Zielführung mit sehr gutem Re-Routing
  • regelmäßige Updates

Kontra

  • nur englische Oberfläche
  • geringer Funktionsumfang
Die Einrichtung des Karoo kann bereits direkt nach der Bestellung beginnen. Account anlegen, Datenseiten konfigurieren, und wenn der Lieferdienst das Paket gebracht hat, nur noch die WLAN-Zugangsdaten eingeben – schon ist der Karoo startklar. Dabei ist der Karoo quasi ein Smartphone im GPS-Radcomputer-Gehäuse. Android-Betriebssystem, Hardware, Bildschirm und selbst die Bedienlogik kommen einem vertraut vor.
Beim Display ist die Nähe zum Telefon am größten. Hochauflösend, scharf und dank leicht mattiertem Deckglas fast ohne störende Spiegelungen. Aber bei richtig praller Sonneneinstrahlung wird es schwierig. Wegen fehlender automatischer Beleuchtungsregelung ist man häufig mit zu viel Hintergrundbeleuchtung unterwegs, was sich negativ auf die Akkulaufzeit auswirkt. Je nach Nutzung lag diese im Test zwischen 8 und 10 Stunden.

Dank klarer Streckenführung biegt man mit dem Karoo selten falsch ab. Das Karoo-eigene Betriebssystem basiert auf der Android-Version 8.

Technische Daten

Gewicht

130 Gramm

Displaygröße

3,2 Zoll

Akkulaufzeit (Test)

8 bis 10 Stunden

Preis

399 Euro

Webseite

www.eu.hammerhead.io

Gelungenes Re-Routing

Für eine spontane Navigation lässt sich ein Ziel auf der Karte antippen. Deutlich besser ist allerdings der Import einer vorbereiteten Strecke. Die muss immer über das Hammerhead-Portal auf das Gerät übertragen werden – entweder per WLAN oder direkt über mobiles Internet, wofür eine SIM-Karte eingelegt werden muss.
Bei laufender Streckenführung ist es nahezu unmöglich, sich zu verfahren. Die Route ist extrem klar gekennzeichnet, und Informationen am unteren Bildschirmrand kündigen Abzweigungen deutlich an. Und kommt man doch einmal von der Strecke ab, berechnet das System sehr schnell eine gute Alternative in Fahrtrichtung. Nerviges „Bitte wenden“ gibt es beim Karoo nicht.
Alle wichtigen Fitness-Sensoren lassen sich über Bluetooth oder ANT+ koppeln.

Wertung: Hammerhead Karoo 2

Display-Ablesbarkeit

★★★★★★★★★☆

Streckenimport

★★★★★★★★☆

Zielführung

★★★★★★★★★☆

Re-Routing

★★★★★★★★☆☆

Bedienung

★★★★★★★★☆☆

Funktionsumfang

★★★★★★★☆☆☆

Speicher/Karten

★★★★★★★☆☆☆

Sensorunterstützung

★★★★★★★★☆☆

Mittelwert

64 von 80 Punkten

Gesamt

gut

(80–72 = sehr gut • 71–60 = gut • 59–48 = befriedigend • 47–40 = ausreichend • 39–0 = mangelhaft)